Kienzle 1822
Deutsche Uhrengeschichte zwischen Mechanik, Taucheruhr und Smartwatch
Kienzle 1822 Uhren verbinden mehr als zwei Jahrhunderte deutsche Uhrengeschichte mit einem ungewöhnlich breit gefächerten aktuellen Sortiment.
Neben den Kienzle Active Smartwatches gehören die sportlichen Poseidon Uhren und Taucher Uhren zu den markanten Linien der Marke; das heutige Programm umfasst darüber hinaus Automatikuhren, Chronographen, Fliegeruhren, Funkuhren sowie Damen- und Herrenuhren. Weiterlesen


Kienzle ordnet sein Sortiment aktuell in die Kollektionen Heritage, Marine, Aviation, Racing, Expedition, Urban, Ladies, Active und Funk ein. Damit reicht das Spektrum von mechanischen Zeitmessern über Quarzmodelle bis zur vernetzten Smartwatch. Wer historische Uhrenmarken mag, dabei aber zwischen klassischer Mechanik, sportlicher Funktionalität und digitaler Alltagstechnik wählen möchte, findet bei Kienzle entsprechend unterschiedliche Konzepte unter einem traditionsreichen Namen.
Wie unterschiedlich diese Konzepte ausfallen können, zeigt die Active Linie. Zur aktuellen Kollektion gehören unter anderem die SmartSlim Modelle und die Active Motion Armbanduhren mit Schrittzähler. Die Active SmartSlim kombiniert beispielsweise ein AMOLED-Touchdisplay mit Aktivitäts- und Schlafaufzeichnung, Herzfrequenzmessung, verschiedenen Sportmodi, Smartphone-Benachrichtigungen sowie einer Telefonfunktion mit Mikrofon und Lautsprecher. Für die Referenz KI-SWC-93A nennt Kienzle zudem 5 BAR Wasserdichtigkeit, ein etwa 8,5 Millimeter flaches Metallgehäuse und eine Akkulaufzeit von bis zu vier Tagen. Active ist damit vor allem für diejenigen interessant, die den Namen einer historischen Uhrenmarke am Handgelenk tragen möchten, im Alltag aber bewusst smarte Funktionen suchen.




Deutlich näher an der klassischen Sportuhr bewegen sich Poseidon und Taucher. Poseidon wurde 2012 eingeführt und ist bis heute ein wichtiger Bestandteil der modernen Produktwelt. Aktuell führt der Hersteller die Poseidon 24 in verschiedenen Ausführungen als Quarzuhr. Bei den Taucher-Modellen reicht die Auswahl dagegen von Quarz- und GMT-Uhren bis zu mechanischen Varianten: Im aktuellen Sortiment finden sich sowohl Taucher Automatik als auch Taucher GMT Automatik.
Was hinter diesen Bezeichnungen steckt, lässt sich am Beispiel der Taucher Automatik KG411B konkret nachvollziehen. Ihr 40-Millimeter-Edelstahlgehäuse besitzt einen verschraubten Boden und eine verschraubte Krone; hinzu kommen Leuchtzeiger und -indizes sowie eine nur gegen den Uhrzeigersinn drehbare Lünette für Tauchzeit und Dekompressionsstopps. Die Uhr ist mit 20 BAR beziehungsweise 200 Metern Wasserdichtigkeit angegeben. Im Inneren arbeitet ein japanisches Miyota 8215 Automatikwerk.
Von Schwenningen bis Kienzle 1822 – mehr als 200 Jahre Uhrengeschichte
Die Geschichte hinter dem Namen beginnt 1822 in Schwenningen am Neckar. Dort legte Uhrmachermeister Johannes Schlenker mit einer Uhrenwerkstatt den Grundstein für das spätere Unternehmen. Der Name Kienzle kam 1883 hinzu, als der 24-jährige Jakob Kienzle in die Familie Schlenker einheiratete und das Unternehmen gemeinsam mit Karl Johannes Schlenker als Schlenker & Kienzle führte. 1897 wurde Jakob Kienzle Alleininhaber; zwei Jahre später stellte das Unternehmen auf industrielle Produktion um.
Die Idee dahinter war bemerkenswert modern: zuverlässige Zeitmessung für viele Menschen zugänglich zu machen. Genau dieses Prinzip nennt Kienzle selbst als einen Gedanken, der die Marke über Jahrzehnte geprägt habe. 1908 begann die Fertigung von Armbanduhren. Zu diesem Zeitpunkt nahm auch die industrielle Größenordnung deutlich zu; 1913 beschäftigte das Unternehmen rund 2.500 Menschen und produzierte mehr als drei Millionen Uhren jährlich.




Technisch blieb Kienzle dabei nicht auf einen Uhrentyp festgelegt. 1932 entwickelte das Unternehmen Cockpit-Instrumente für Flugzeuge und darauf aufbauend eine Acht-Tage-Fliegeruhr. 1956 begann die Serienproduktion automatischer Armbanduhren; mit der sogenannten „Volksautomatik“ sollte diese Technik einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden. In den 1970er-Jahren produzierte Kienzle bereits Digital- und Funkuhren, 1986 folgte eine Solaruhr mit geringem Lichtbedarf. Bis 1987 waren nach Angaben des Unternehmens weltweit mehr als 300 Millionen Kienzle Zeitmesser verkauft worden.
Auch die Verbindung zum Wasser hat einen historischen Hintergrund. 1995 stellte Kienzle die Hyperbar Extreme vor. Laut Unternehmenschronik war diese Armbanduhr bis zu einer Tiefe von 12.000 Metern beziehungsweise 39.300 Fuß wasserdicht und stellte damit einen Weltrekord auf.
Tradition bewahren, Technik nicht einfrieren
Mit der 2013 eingeführten 1822 Heritage griff die Marke charakteristische Modelle aus den Jahren 1931, 1948, 1956 und 1959 auf und übertrug historische Designelemente auf mechanische Armbanduhren der Gegenwart. Gleichzeitig reicht das aktuelle Angebot von Quarz- und Automatikuhren bis zu Funkuhren und Smartwatches. Bei den mechanischen Modellen weist der Hersteller die verwendeten Werke teilweise ausdrücklich aus – etwa das Miyota 8215 in der genannten Taucher Automatik.
Seit 2024 beginnt laut offizieller Chronik mit der Kienzle1822 GmbH in Wels ein weiteres Kapitel der Marke. Kienzle formuliert dafür das Ziel, die Tradition zu bewahren, Design und Produkte weiterzuentwickeln und die Marke für eine neue Generation erlebbar zu machen. Dazu passt ein Sortiment, das mechanische Uhrentradition nicht gegen neue Technik ausspielt: Automatik, Quarz, Funk und Smartwatch existieren nebeneinander. Für Uhrenfans ist Kienzle 1822 deshalb vor allem dort spannend, wo sich die lange dokumentierte Historie mit konkreter, transparent ausgewiesener Technik verbindet – vom mechanischen Miyota-Werk einer Taucher Automatik bis zum AMOLED-Display einer Active SmartSlim.


Unser Angebot für Wiederverkäufer: Werden Sie B2B Partner von Timeshop24!




















